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Rocky
wurde als acht Wochen alter Welpe bei
einem Hundevermehrer gekauft und allein in einen Garten
gesperrt. Seine Besitzer, die sich selbst als Analphabeten
bezeichneten und nicht in der Lage waren, unseren Annahmevertrag
auszufüllen, hatten nicht die leiseste Ahnung von Hunden. So wurde
Rocky schon als Junghund mit einem Kettenband festgebunden.
Die "Erziehung" war eher eine Vergewaltigung....der Sohn
der Familie wollte uns demonstrieren, wie Rocky "sitz"
gelernt hat. Er drückte mit aller Kraft auf die Kuppe des verängstigten
Hundes und riss ihn an der Kette vorne hoch, solange, bis der Hund
verzweifelt die Zähne zeigte. Bei uns hat sich der Hund drei Tage
von niemand anfassen lassen. Er drückte sich knurrend in eine Ecke
und allein um die Kette gegen ein Halsband auszutauschen (ein
Brustgeschirr anzulegen war unmöglich) brauchten zwei Leute ca.
eine Stunde. Mittlerweile zeigt Rocky aber, dass er ganz dringend so
schnell wie möglich eine Bezugsperson braucht.
Er hängt sehr an
seinen Pflegern, liebt es, an der Schleppleine gemeinsam mit anderen
Hunden spazieren zu gehen und er fängt ganz zaghaft an, mit Hunden, vor
denen er sich anfangs sehr gefürchtet hat, zu spielen. Noch ist Rocky
jung genug, um bei erfahrenen, souveränen, ruhigen Hundefreunden ein
freundlicher Hund zu werden.
Er zeigt deutlich,
dass er trotz allen Misshandlungen schäferhundtypisch einen
Menschenpartner sucht, dem er bedingungslos vertrauen kann.
Rocky ist bildschön,
schon jetzt sehr gross und er kommt mittlerweile sehr gut mit anderen
Hunden zurecht. Wenn er sich bedroht fühlt, zeigt er die Zähne, er
versucht aber nicht mehr, zu beissen. Wir sind sicher, dass er in den
richtigen Händen ein Traumhund wird.
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