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-- Schlangen und andere Reptilien im Tierheim --
leider nicht mehr die Ausnahme sondern die Regel.

Fast immer wird für mehrere Schlangen, für diverse Wasserschildkröten, für Bartagamen usw. ein passendes, möglichst artgerechtes Zuhause gesucht.

Wer bei uns nicht das passende Tier findet, kann sich bei der Reptilienauffangstation in München melden. Dort gibt es immer viele Reptilien, die auf der Suche nach einem endgültigen Zuhause sind.
Selbstverständlich wird das zukünftige Zuhause angeschaut, es wird ein Schutzvertrag geschlossen, die Tiere dürfen weder weiterverkauft, noch zur Zucht verwendet werden.

  www.reptilienauffangstation.de

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Es gibt keine „Einsteigerschlange oder Einsteigerreptilien“!

Wer sich für Terrarien-Tiere entscheidet, sollte dies nicht aus einer Laune heraus machen, da diese Tiere stumm leiden und ein ungeübtes Auge eine evtl. Erkrankung leider erst sehr spät bemerkt.

Wer nun glaubt, ohne jegliche Erfahrung und nur aus einer Laune heraus sich so ein Tier anschaffen zu müssen, der tut sich selbst und mit Sicherheit dem Tier keinen Gefallen. Wir würden sogar sagen, derjenige steht früher oder später, aber eher früher, wie der besagte Ochse vor dem Berge. Gerade bei Wildfängen (WF) oder Farmzuchten (FZ) kann es zu erheblichen problematischen Schwierigkeiten kommen. Wie z.B. Futterverweigerung oder auch Krankheiten ( innerer und äußerlicher Milbenbefall oder Zeckenbefall, etc.). Hinzu kommt, dass Wildfänge oft wenn nicht sogar immer aggressiv sind. Das soll nicht heißen, dass man diese Tiere nicht handzahm bekommen würde, aber für einen Einsteiger??

Ein weiterer Grund für eine Ablehnung eines Wildfangs ist natürlich die Dezimierung des Bestandes! Ein kleines Beispiel am Rande: Ein Einsteiger kauft sich einen Wildfang und wird am zweiten oder dritten Tag das erste Mal von diesem Tier gebissen. Geschah dieser Kauf nur aus einer Laune heraus, war es das wohl für das Tier. Dem Einsteiger ist wohl spätestens jetzt die Lust an ein Reptil vergangen. 

Darum meine Bitte an alle Reptilienfreunde-und Interessenten.

Macht Euch vor dem Kauf sachkundig. Überlegt genau, ob so ein Tier das richtige ist, was ihr pflegen wollt!

Nehmt ihr eine eventuell anfallende Tierarztrechnung in Kauf und vor allem wo wäre der nächste Reptilien kundige Tierarzt?

Könnt ihr dem Tier Futter, lebend als auch tot anbieten ohne Euch zu ekeln, sprich Mäuse, Ratten, kleine Nagetiere oder lebende Insekten?

Nehmt ihr auch einen eventuellen Biss des Tieres hin?

Und nun eine der Wichtigsten Fragen: Wie groß wird das Tier und kann ich dem ausgewachsenen Tier überhaupt die Mindestanforderungen von der Größe des Terrariums bieten.

Hier ein Beispiel: Ein junger kleiner grüner Leguan ist problemlos in einem Terrarium von der Größe 120 x 80 x 80cm zu halten. Aber im Erwachsenenalter braucht dieses Tier, um sich wohl zu fühlen, die Größe von zwei Telefonzellen. Ist das in Eurer Wohnung machbar?

Auch ein kleiner Tigerpython ist am Anfang mit einem oben beschriebenen Terrarium zufrieden. Aber was ist in 3 – 4 Jahren? Diese Tiere brauchen Terrarien mit einer Grundfläche von 4 x 4 Metern!!! Das sollte gut überlegt sein, den es ist in den meisten Fällen auch bei gutem Willen nicht machbar.

Diese Tiere haben keinen „Auslauf“ beim Spazieren gehen. Sie verbringen ihr ganzes Leben in diesen Terrarien. Wollt ihr Euer ganzes Leben in eurem Badezimmer verbringen, in dem ihr Euch grade einmal drehen könnt?

Und wer kann das Tier pflegen, wenn ich in meinen wohlverdienten Urlaub möchte?

Wenn ihr euch über diese Sachen im Klaren seid, empfehle ich auf jeden Fall eine  deutsche Nachzucht (DNZ). Bei dieser NZ ist die ganze Sache schon etwas einfacher. In der Regel fressen diese gut, sind nicht aggressiv, eher zurückhaltend, etc.

 

   

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