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Hallo, Frau Gericke,

Bak ist jetzt seit letzten Sonntag bei uns und es scheint, als wäre sie nie woanders gewesen! Sie hat so ein liebes Wesen-sie sieht gefährlicher aus, als sie ist!

Sie hat sich mit „Shaggy“ sofort angefreundet und mittlerweile sind die beiden sehr verliebt, laufen nebeneinander her beim Gassigehen wie zwei Pferdchen, wobei nur Bak angeleint ist.

Man sagt den Territorialhunden ja nach, dass alles, was bei ihrer Ankunft im neuen Heim, bereits dort „wohnt“, akzeptiert wird und nur Neuzugänge werden wenigstens misstrauisch beäugt bis gar nicht angenommen. So hatte Bak gleich am 1. Tag bei uns (ungeachtet unserer zwei kleinen Hunden, die wir mit zu ihr gebracht hatten) eine aufregende Qdysee vom Eingangstor an (Shaggy, zwei kleine Jack Russell’s von unserer Mitarbeiterin, zwei kleine Yorkshireterrier unserer Mieterin) bis hin ans Tiergehege, bewohnt von drei Minischweinen, vier Hühnern, vier Kaninchen, zwei Schwänen und sechs Tauben. Sie wusste nicht, wo sie zuerst riechen, bellen, spielen sollte! Wir denken, es war schon ein sehr aufregender Tag für sie, der in einem erschöpften Schlaf endete, aus dem wir sie am nächsten Morgen wecken mussten, so tief schlief sie *lach*

Mittlerweile stürmt sie mit Shaggy zusammen das ganze Gelände, wenn draußen die Hafenbahn entlangfährt, wenn an der  gegenüberliegenden Tankstelle es jemand wagt, zu tanken und rast am Tiergehege-Zaun hin- und her, wenn drinnen die Hühner ihr eine lange Nase zeigen! Gestern hatte sie auf dem Rasen, zunächst unbemerkt von uns, ein geselliges Spiel mit einer unserer flugunfähigen Tauben. Unser Erschrecken hierüber konnte sie vermutlich gar nicht verstehen, stoppte jedoch sofort in ihrem Spiel. Der Taube ist übrigens nichts passiert, sie konnte es selbst wahrscheinlich kaum glauben, aber Bak war höchst vorsichtig mit ihr umgegangen!

Bak überstand auch die Autofahrt von Ihnen zu uns nach Hause, ohne, wie angekündigt, das Frühstück aus dem Gesicht fallen zu lassen und selbst die Futterumstellung gelang, ohne Durchfall zu erzeugen. Sie hat sich super eingewöhnt und selbst unsere Katzen, auf die sie stößt, wenn sie uns mit Shaggy mal abends im Wohnzimmer besucht, lassen sie kalt. Sie ist sich ihrer Stellung sehr wohl bewusst und steht sozusagen über den (kleineren) Dingen! Wir sind auch ganz verliebt in sie, das einzige „Manko“: ich als Frau gehe nicht mit Bak Gassi-sie geht mit mir. Wenn sie auf dem Feld eine gutduftende Spur aufnimmt, nimmt sie auf mich am anderen Ende der Leine wenig Rücksicht- ich muss mich immer erst wieder in Erinnerung bringen, wobei sie trotz Duftspur dann sehr gut aufs Wort hört. Mein Mann hat mit solchen Lappalien keine Probleme, aber er ist eben der Rudelführer und Leithund, da geht kein Weg dran vorbei *schmunzel*

Vielen Dank noch mal, dass wir Bak in unsere „tierische“ Familie holen durften!  

Mit freundlichen Grüßen

Monika Black

 

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