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Hallo
liebe Tierheim-Pfleger/innen,
ich
hab jetzt endlich die Zeit gefunden Euch zu schreiben wie es mir
mittlerweile geht.
Die
letzten Monate waren wirklich aufregend. Ich fand das am Anfang
schon klasse, in den Wiesen rum streunen und mit den Krabbelkäfern
spielen und sich die Sonne auf die Nase scheinen lassen. Blöd war
nur, daß uns (meine Schwester Motte war auch bei dem Abenteuer
dabei) keiner was zu futtern gab. Das Knurren im Bauch hätte ich
ja noch ignorieren können, aber der Hunger tat dann schon weh.
Wir haben einen Schuppen gefunden in dem wir uns zum Schlafen
verstecken konnten. Abends kamen immer sehr viele Menschen auf die
Terrasse nebenan und haben Berge von Futter verschlungen...uns hat
niemand was gegeben. An einem Abend war mein Hunger so groß, daß
ich meinen ganzen Mut zusammen genommen hab und zwischen den
vielen Füßen nach Futterresten suchte, aber alles was ich ins Mäulchen
bekamm waren nur Steine und Staub. Plötzlich haben mich zwei Hände
gepackt und hochgehoben. Zuerst war ich ziemlich erschrocken, aber
als ich dann in das Gesicht von dem Menschen schaute hatte ich
keine Angst mehr. Irgendwie schien er mir recht anständig zu
sein. Aber als er mich nicht mehr runter lies und mit mir in ein
großes Auto saß war mir dann schon mulmig. Nach ein paar Minuten
Fahrt sind wir bei dem Menschen daheim angekommen und was soll ich
Euch sagen, ich bekam eine riiieeesige Schüssel voll Futter.
Nachdem ich aufgegessen hatte ging meine Reise aber noch weiter.
Wir fuhren zu einem großen Haus, dort hat es nach vielen Tieren
gerochen, kranke Tiere. Der Mensch hat mich an eine nette Menschin
weiter gegeben und die hat mir dann noch mehr Futter gegeben. An
diesem Tag hab ich Motte zum letzten mal gesehen, sie hatte sich
erfolgreich vor den Menschen versteckt.
Ein
paar Tage später wurde ich dann zu Euch ins Tierheim gebracht, da
war es auch nicht schlecht. Futter gab es genug und einen
trockenen Schlafplatz hatte ich auch. Als dann nach einigen Tagen
auch noch der Mensch mit seiner Frau vorbei kam um mich zu
besuchen hab ich mich tierisch gefreut. Sie sagten, daß sie mich
bald nach Hause holen werden, das waren klasse Neuigkeiten!
So
und da bin ich jetzt schon ein paar Monate....Zuhause!
Es
ist wirklich toll hier. Ich darf so viel toben und klettern wie
ich will....mein Frauchen repariert total geduldig die Risse in
der Tapete. Stiefgeschwister hab ich auch, Sari und Robin, die
sind aber schon erwachsen. Sari ist die Chefin hier, das
haben selbst Herrchen und Frauchen kappiert, um sie mach ich
meistens einen Bogen weil sie immer so brummig ist, Robin ist dafür
mein großer Kumpel, mit Ihm darf ich raufen und schmusen solang
ich will. Ich habe Euch ein Foto mitgeschickt....im Vordergrund
seht Ihr Sari, dahinter liege ich mit meinem großen Freund Robin.
Am
Anfang ging es den beiden gar nicht gut, ich habe wohl irgend
einen Keim mitgebracht und die zwei wurden ganz schön
schwer krank. Aber das ist auch überstanden und sie sind wieder völlig
gesund.
Ich
bin auch schon gewachsen in der Höhe wie auch in der Breite,
Frauchen und Herrchen nennen mich oft "Kügelchen". Mit
Herrchen spiel ich wahnsinnig gern, ich hab ihm beigebracht, daß
er meinen Ball werfen muß wenn ich ihm den bringe....ist das
nicht toll?! Frauchen krault mich oft in den Schlaf. Wie Ihr lesen
könnt bin ich voll zufrieden, dafür danke ich Euch, immerhin
habt Ihr dafür gesorgt, daß ich hierher kommen durfte.
Ach
ja und danke, daß Ihr für meine Schwester Motte auch ein schönes
Zuhause gefunden habt. Frauchen hat mir erzählt, daß der
Besitzer von der Terrasse sie geholt hat als er meine Schwester
halb verhungert gefunden hat. Sie hat sie dann auf dem schnellsten
Weg zu Euch gebracht und Ihr habt sie so wundervoll aufgepäppelt.
Herrchen und Frauchen waren zufällig an dem Tag im Tierheim um
Motte zu besuchen, als sie an eine nette Frau vermittelt wurde.
Danke.
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